#Rette Deine Homöopathie

Erstmals arbeiten Heilpraktiker und Ärzte gemeinsam für den zukünftigen Erhalt naturheilkundlicher Verfahren.

Der Grund: Ein kürzlich von einem Parteimitglied der Grünen vorgebrachter Antrag. Beim Parteitag im November 2019 soll diskutiert und abgestimmt werden, dass Homöopathie zukünftig keine gesetzliche Kassenleistung mehr sein solle. Zudem soll homöopathischen Arzneimitteln der Arzneimittelstatus aberkannt werden. Letzteres würde die Apothekenpflicht, die traditionell für diesen Typ Arzneimittelmittel gilt, unterwandern. Homöopathische Mittel würden dann am freien Händlermarkt verkauft, in Supermärkten und dergleichen Einrichtungen. Aktuell deutet sich die Tendez an, dass die Grünen bei den nächsten Bundestagwahlen an der Regierungsbildung beteiligt sein werden. Sollte der gestellte Antihomöopathie-Antrag im November tatsächlich angenommen werden, wären die Grünen zudem eine erste Partei, dann mit Regierungsbeteiligung, die eine antihomöopathische Grundlinie in die Parteilinie und damit die bundesdeutsche Politik integriert.

Was ist von der Argumentation des Antrages zu halten?

Ähnliche Fordungen wie die im Antrag gestellten kann man in letzter Zeit häufig aus den Reihen sogenannter „Skeptiker“ vernehmen, die sich offen dem Kampf gegen Hömöopathie (oder komplementäre Medizinverfahren im Allgemeinen wie dem Heilpraktikerberuf im Speziellen) verschrieben haben. Ein zu oft vorgebrachtes Argument in diesem Zusammenhang: Der Arzneimittelstatus der Homöopathika müsse aberkannt werden, weil hierdurch „die Patientensicherheit besser gewährleistet werden könne“. Skeptiker sehen es also als patientengefährdend an, wenn homöopathische Präparate nur in Apotheken verkauft werden dürfen.

Richtigerweise verhält sich das jedoch genau umgekehrt. Wären homöopathische Präparate frei in jedem Geschäft verfügbar, gäbe es keine Beratung mehr durch die Apotheker. Unkontrollierte Selbstbehandlung verschiedenster Krankheitsbilder würde noch mehr zunehmen. Im Sinne der Patientensicherheit gilt es demgemäß ganz im Gegenteil, diesen offensichtlich argumentativ herbeigezerrten Entwicklungen klare Absagen zu erteilen.

Aus meiner Sicht handelt es sich um typischen Aktionismus, wie er häufiger von selbsternannten "Skeptikern" zu beobachten ist. Zunehmend gewinne ich den Eindruck, dass diese Sorte Menschentyp inzwischen nicht nur soziale Medien wie Facebook oder Twitter missbraucht, um ihre ultraskeptischen Antinaturheilkundeparolen zu verbreiten. Zwischenzeitlich sind auch verstärkt politische Aktivitäten durch - auffallend häufig übrigens jüngere - Mitglieder verschiedenster Parteien zu verzeichnen, die verdächtig nach den Zielen und Methoden typischer Pseudoskeptiker riechen. Diesen Entwicklungen sollte mit den Mitteln der Demokratie und sozialen Diskussion entschieden entgegen getreten werden. Es kann nicht angehen, dass persönliche Meinungen einzelner Individuen die Geschicke unseres Sozial- und Gesundheitssystems wesentlich mitbestimmen.

Was können Sie tun?

Liebe Patientinnen und Patienten, Freunde, Kollegen: Geben Sie Ihre Stimme für die Petion #Rette Deine Homöopathie. Teilen Sie das Projekt darüber hinaus in ihrem Freundeskreis. Nehmen Sie nach Möglichkeit mit Politikern von Bündnis 90/Die Grünen Kontakt auf, um sie klar auf die Notwendigkeit des Erhalts der Homöopathie als therapeutische Leistungsmöglichkeit aller Ärzte und Heilpraktiker hinzuweisen. Denn eine Aberkennung des Arzneimittelstatus homöopathischer Arzneimittel würde nicht nur Hersteller dieser Medikamente oder Therapeuten treffen. Es sind insbesondere auch die Patientinnen und Patienten, damit WIR ALLE, die durch derartige Entwicklungen in Ihrem Recht beschnitten würden, homöopathische Arzneimittel zu wählen und im Zuge dessen fachkundige Beratung in Anspruch nehmen zu dürfen.

Was Sie sonst noch tun können: Link.

Weitere Informationen auf dem Heilpraktiker Newsblog.

 

Herzliche Grüße
Ihre Naturheilpraxis Ethnatmed