Wann geht man zum Heilpraktiker?

Allgemeinverbindlich lässt sich eine solche Frage nicht beantworten. Trotzdem möchte ich den Versuch machen und Ihnen einige hoffentlich hilfreiche Ideen an die Hand geben:

  • Viele Patienten finden Ihren Weg zum Heilpraktiker, weil sie an schwer zu behandelnden chronischen Erkrankungen leiden oder als »schulmedizinisch austherapiert« gelten. Wiewohl es natürlich niemals eine Garantie für einen Heilerfolg mit naturheilkundlichen Maßnahmen geben kann, ist der völlig andere Grundansatz des Heilpraktikers - das in den Mittelpunkt stellen des Menschen statt der Krankheit - gewiss eine Überlegung wert.
  • Manche Menschen haben zu Recht die Idee, dass naturheilkundliche Methoden einen gesundheitspräventiven Effekt haben können. Das vorsorgliche Unterstützen der Gesundheit eines Menschen, so dass dieser gar nicht erst in die Verlegenheit kommt, zu einem Patienten im Sinne eines »Erkrankten« zu werden, ist eine der vordringlichen Aufgaben echter Naturheilkunde.
    Im Falle schwerwiegenderer Erkrankungen wünschen sich viele Patienten naturheilkundliche Begleittherapien. Auch dafür kann die Konsultation eines Heilpraktikers eine hilfreiche Möglichkeit sein. Das gilt natürlich auch, wenn der Wunsch naturheilkundlicher Nachbehandlung durchgemachter Erkrankungen besteht.
  • Einer Reihe vermeintlich harmloser Krankheitsbilder, solche wie »Heuschnupfen«, Schnupfen- und Erkältungsneigung im Allgemeinen, chronische Hautausschläge, gelegentliche Schlafstörungen und dergleichen, ist aus schulmedizinischer Sicht manchmal schwer beizukommen. Auch das kann ein guter Grund sein, einen Heilpraktiker aufzusuchen.
  • Allgemein hilfreich mag ein Grundverständnis heilpraktischer Aufgaben sein. Vornab: Krankheitsbekämpfung in diesem Sinne gehört hier genau genommen gar nicht dazu! Positive Änderungen bei vorliegenden Krankheiten können im Zuge heilpraktischer Zuwendung mittels naturheilkundlicher Methoden auftreten - aber genau genommen ist das nicht der erklärte Schwerpunkt der Arbeit eines Heilpraktikers:

Denn ich konzentriere mich auf Sie als ganzer Mensch - und nicht allein auf Ihre Krankheit!

Naturheilkunde in diesem Sinne hat das Ziel, den Menschen in seiner körperlichen, seelischen, geistigen und sozialen Gesamtheit zu erkennen und dahingehend zu unterstützen und zu stärken. Die Selbstheilungskraft eines lebenden Organismus steht und fällt aus Sicht der Naturheilkunde im harmonischen Fließgleichgewicht (»Homöostase«) der Gesamtheit »Mensch«. Das Diagnostizieren und Behandeln aktuell manifester Krankheiten, vor allem solche chronischer aber durchaus auch akuter Art, gehört in diesem ganzheitlichen Verständnis des lebendigen Menschen selbstverständlich dazu. Aber: Es steht eben nicht im Mittelpunkt. Sie als Mensch stehen im Mittelpunkt!

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